In meinem Artikel „Wie du am Smartphone aus Schnappschüssen Kunstwerkes schaffst“ habe ich schon einmal eine App vorgestellt, die super geeignet ist um auf dem Handy Bilder zu bearbeiten. Natürlich tut sich auf diesem Sektor enorm viel und ich habe inzwischen auch eine andere Software zur mobilen Bildbearbeitung in Verwendung. Über diese App – Snapseed – möchte ich in diesem Artikel schreiben. Snapseed gibt´s natürlich sowohl für iPhone als auch für Android-Geräte.

Bild machen / öffnen

Du kannst entweder direkt in der App fotografieren oder du machst deine Bilder ganz normal mit der Kamera und wenn du der Meinung bist, das Bild könnte noch etwas mehr Pep vertragen, öffnest du es einfach in der App per Tip auf den linken oberen Rand – Lokales Bild öffnen. Nun gelangst du direkt in ein Fotoalbum und kannst das gewünschte Bild auswählen. Wenn es schnell gehen soll kannst du hier auch das letzte aufgenommene Foto auswählen.

Bedienelemente / Menüpunkte

Weitere Bedienelemente in der oberen Leiste sind rückgängig, wiederholen und wiederherstellen sowie Infos zum aufgenommenen Bild und Hilfe zur App. In der unteren Menüleiste findest du Looks, Tools und Exportieren. Im Menü Looks kannst du per Fingertip einige vorgefertigte Filter auswählen und so richtig schnell dein Bild optimieren. Wenn dir der gewählte Filter gefällt, bestätige diesen per tippen auf das Häkchen am unteren rechten Bildschirmrand. Du kannst diese Änderung natürlich wenn nötig später aber auch rückgängig machen (tippe dazu auf den Stapel am oberen Bildschirmrand). 

Feintuning

Möchtest du feinere und eigene Abstimmungen an deinem Foto vornehmen, kannst du das unter „Tools“ machen. Wenn du auf diesen mittleren Menüpunkt klickst öffnen sich viele verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, die noch weitere Unterfunktionen beinhalten. So kannst du unter Feinabstimmung nicht nur die Helligkeit sondern auch Kontrast, Sättigung, Ambiance, Spitzlichter, Schatten und Wärme einstellen. Die erste Funktion Helligkeit erscheint am oberen Bildschirmrand, sobald du Feinabstimmung gewählt hast. Nun kannst du durch Wischen am Bildschirm nach links oder rechts die Helligkeit des Bildes anpassen. Durch Streichen nach oben oder unten kannst du zwischen den vorhin beschriebenen Funktionen hin- und herswitchen. Und wozu brauchst du nun diese ganzen Einstellungen? Helligkeit ist klar – das Bild wird heller oder dunkler. Auch Kontrast ist selbsterklärend, er verstärkt die Unterschiede zwischen den Farben. Mit Sättigung kannst du die Farben intensiver gestalten und Ambiance hilft dabei, helle und dunkle Bereiche anzupassen. Das kann wahre Wunder wirken, wenn manche Bildbereiche aufgrund der Lichtstimmung nicht optimal zu fotografieren waren. Mit der Funktion Spitzlichter kannst du die hellen Bereiche des Bildes und mit der Funkion Schatten die dunklen anpassen. Zu guter Letzt kannst du noch mit der Funktion Wärme die Bildtemparatur einstellen und so für wärmere oder kältere Stimmung auf deinem Foto sorgen. Bist du mit allen Einstellungen unter Feinabstimmung fertig, bestätige deine Änderungen mit dem Häkchen unten rechts.

Mehr Details

Möchtest du deinem Foto mehr Details hinzufügen, kannst du dies unter Tools – Details machen. Du kannst hier die Struktur und die Schärfe einstellen und so deinem Bild mehr Wirkung verleihen. Besonders bei Wolken am Himmel oder Wasser kann dies richtig cool aussehen.

Meine Lieblingsfunktionen

Neben den Standard-Funktionen einer Fotobearbeitungs-App wie drehen, zuschneiden, diversen Filtern, Vignettierung oder dem Hinzufügen von Text hat Snapseed zwei weitere tolle Möglichkeiten zur Bearbeitung, die ich richtig toll finde. Zum einen kann man mit Perspektive ein Foto mühelos und einfach verzerren – das ist zum Beispiel bei großen, von unten fotografierten Bauwerken, die von unten fotografiert werden richtig praktisch. Um das Foto zu verzerren musst du lediglich die gewünschte Ecke ziehen, bis die Perspektive passt. Dabei hilft dir ein hinterlegtes Raster. Pass aber bitte auf, dass du dein Bild nicht unnatürlich verzerrst – das könnte auch schnell peinlich werden.

Meine zweite Lieblingsfunktion findest du unter Tools – Reparieren. Hier kannst du einfache Retuschen durchführen – und das am Handy und ohne Photoshop. Die Funktion kann zum Beispiel nützlich sein, wenn du ein perfektes Selfie geschossen hast aber leider ein Pickel stört. Um diesen zu entfernen, streiche einfach an der Stelle über den Bildschirm, die du ausbessern möchtest. Die Software verwendet dann Pixel aus der Umgebung, um die zu korrigierende Stelle zu reparieren. Wenn dir die Auswahl zu groß ist kannst du mit zwei Fingern in das Bild zoomen und schon wird die Auswahl kleiner. Besonders anfangs, wenn du noch nicht so geübt bist mit dieser Funktion wirst du vermutlich den Rückgängig-Pfeil brauchen, der befindet sich deshalb gleich am unteren Bildschirmrand. Bist du dann zufrieden mit deiner Retusche bestätige wieder mit dem Häkchen unten rechts.

Bild fertig – was nun?

Bist du mit allen Bearbeitungsschritten fertig, kannst du per Fingertip auf Exportieren das Foto gleich teilen, mit einer anderen App öffnen oder speichern. Beim Speichern solltest du darauf achten, ob du das Originalbild überschreiben oder eine Kopie speichern möchtest. 

Ich hoffe, du bist von dieser App genauso begeistert wie ich und ich konnte dir ein paar Tipps zur digitalen Fotobearbeitung geben. Solltest du Feedback oder Fragen haben oder einfach mit mir in Kontakt treten wollen, schreib mir einfach: blog@grafikarin.com – ich freue mich auf deine Nachricht!

Wenn du professionellere Aufnahmen wie etwa Produktfotos brauchst, für die das Smartphone nicht ganz ausreicht, melde dich gerne bei mir und wir besprechen, wie ich dich unterstützen kann: office@grafikarin.com

Liebe Grüße
grafikarin

Share: