Die griechische Insel Santorini ist besonders wegen der weißen Häuser mit den blauen Kuppen bei Sonnenuntergang bekannt – doch es gibt noch viel mehr zu fotografieren und vor allem zu sehen. Während meines Urlaubs im Oktober 2017 war ich in Kamari untergebracht und hatte für sechs Tage einen Leihwagen gemietet, da ich mir die Insel anschauen wollte. Da die Insel nicht besonders groß ist, ist das auch mit einem kleinen Wagen kein Problem und man fährt ca. überall eine halbe Stund hin. Es ist sogar besser, eine kleineres Auto zu mieten, da manche Straßen nicht sehr breit sind und die Parkplatzsituation selbst in der Nachsaison teilweise etwas angespannt ist. Ich würde euch generell auf jeden Fall raten, nicht in der Hauptsaison zu fahren, da die Touri-Hotspots dann völlig überlaufen sind.

Sonnenuntergang in Ia

Beginnen möchte ich mit DEM Foto-Hotspot auf Santorini schlechthin – dem Sonnenuntergang in Ia. Hierher stammen die berühmten Bilder der weißen Häuser. Man sich entweder in der Stadt ein schönes Plätzchen suchen, oder den Sonnenuntergang bei der Ruine am Rand der Stadt genießen. Von Zweiterem würde ich persönlich aber abraten, da es sehr viele Touristen genau an diesen Punkt zieht. Außerdem hat man dann die weißen Häuser nicht mit der Sonne am Bild und sieht „nur“ den Sonnenuntergang, der an anderen Stellen aber vielleicht viel besser zu genießen wäre.

Auch an der Westküste gelegen – und deshalb ebenso optimal für einen schönen Sonnenuntergang – ist die Stadt Firá. Sie ähnelt Ia und besticht ebenfalls mit einer atemberaubenden Aussicht sowie der tollen, landestypischen Architektur. Auch Imerovigli kann man besuchen, um einen schönen Sonnenuntergang zu genießen. Ich möchte dich aber vorwarnen – selbst in der Nachsaison findet man kaum ein Plätzchen wo man romantisch und nur zu zweit sein kann, da die wunderschönen Sonnenuntergänge mit dieser Kulisse sehr beliebt sind.

Firá: Esel und weiße Häuser mit blauen Kuppeln

In Firá gelangt man mit einer Seilbahn in den kleinen Hafen, in dem jeden Tag mehrere große Kreuzfahrtschifft anlegen. Vom Hafen aus kann man dort mit Eseln den Berg hochreiten, was sehr viel Spaß macht. Wenn man die Kamera gut im Griff hat (das meine ich hier wortwörtlich), ist auch das ein oder andere tolle Tierfoto drin. Nicht empfehlen würde ich das rauf- oder runtergehen zu Fuß, da die unzähligen Stufen wegen der Esel nicht besonders sauber sind.

Von Firá aus kann man nach Imerovigli spazieren – das dauert etwa 45 Minuten. Auch hier gibt es tolle Restaurants und einen tollen Blick auf das Meer bzw. den Vulkan auf der kleinen Nachbarinsel. Die kleinen Gässchen dieser drei Städte laden jedenfalls zum Flanieren ein.

Der Leuchtturm

Das Akrotiri Lighthouse befindet sich am unteren Zipfel der Insel und ist zwar per se schon etwas in die Jahre gekommen und leider darf man den Hang oberhalb nicht betreten, von dem aus man ein schönes Foto von Leuchtturm und Meer machen könnte, aber der Ausblick, wenn man etwas den Hang runterklettert ist sagenhaft! Das Meer schlägt gegen die Klippen und neben ungewöhnlichen Pflanzen, Blumen und wildem Rosmarin haben sich eigenwillige Formationen im Gestein gebildet. Sei aber auf jeden Fall vorsichtig, wenn du kletterst, da der Felsen teilweise sehr brüchig ist – du willst ja nicht auf deine Kamera fallen! 😉

Die Strände

Santorini hat viele verschiedene Strände zu bieten. Die meisten bestehen aus schwarzen, kleineren Steinen. Beeindruckend sind vor allem die Formationen am Strand, die im Laufe der Jahrtausende entstanden sind. Der meiner Meinung nach interessanteste Strand war der Read Beach, an dem – wie der Name schon sagt – der Sand rot ist. Man muss zwar etwas schwierigeres Gelände durchqueren und einen kleinen Fußmarsch auf sich nehmen – das solltest du vielleicht nicht unbedingt in Flipflops machen – aber es lohnt sich! Abgesehen von den hohen Wellen ist dieser Sand und der Strand im Allgemeinen jedenfalls sehenswert.

Einen weiteren tollen Strand mit tollem Sonnenuntergang habe ich in Aktrotiri entdeckt. Der Black Beach ist zwar etwas beschwerlich erreichbar (die Straße, die dorthin führt ist nicht asphaltiert und man muss sehr langsam fahren um das Auto nicht zu überfordern), aber dort gibt es einen tollen Strand, der von hellen Felsen umgeben ist. Der Beachclub „Akro“ lädt zum Essen, Trinken und mit den tollen Liegen zum Relaxen am Strand ein.

Sonnenaufgang

Um den Sonnenaufgang zu genießen, ist selbstverständlich die Ostküste ideal. Deshalb hatte ich in Kamari das Glück, jeden Morgen die Sonne aufgehen zu sehen (sofern das Wetter dies zugelassen hat). Ein Sonnenaufgang am Meer ist natürlich besonders schön, wenn noch kein Mensch am Strand ist und man die Ruhe genießen kann. Aber auch von etwas weiter oben kann man tolle Fotos machen – besonders, wenn man einen Platz findet, an dem es auch noch eine typische weiß-blaue Kirche gibt. Hierfür bin ich einfach den Berg, der an Kamari grenzt ein paar Minuten hochgefahren.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehören auf jeden Fall die schönen Mühlen, die überall auf der Insel zu finden sind und nicht nur bei Sonnenuntergang ein tolles Motiv abgeben.

Ich hoffe, ich konnte dir hier ein paar gute Tipps für deinen Urlaub in Santorini geben und wünsch dir viel Spaß und eine tolle Zeit auf dieser wunderbaren griechischen Insel! Solltest du noch Fragen zum Artikel haben oder einfach mit mir in Kontakt treten wollen – schreib mir doch einfach: blog@grafikarin.com. Ich freue mich auf deine Nachricht!

Liebe Grüße,
grafikarin

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